Wir über uns

Wer wir sind

Die Fenster der Kirche aufstoßen – das war das Anliegen von Papst Johannes XXIII., als er 1962 das II. Vatikanische Konzil einberief.

Dieser frische Wind hat seit den 70er Jahren in der Bremer St. Hedwigsgemeinde ein Konzept von Kirche entstehen lassen, das die kritischen Fragen der Menschen ernst zu nehmen, die befreiende Botschaft der Bibel in gesellschaftliches Handeln umzusetzen und kreativ neue liturgische Formen zu entwickeln versuchte.

Daraus wurde schließlich am 8. Oktober 1994 die Stadtgemeinde Johannes XXIII. Eine Gemeinde jenseits üblicher Strukturen für Menschen, die offen sind, die die Frage nach Gott nicht aufgegeben haben – seien sie kirchlich gebunden oder nicht.

Die Gemeinde wird nicht von einem Priester geleitet. Verwaltung, Leitung und Liturgiegestaltung liegen in der Verantwortung gewählter Gemeindemitglieder. So trifft sich im Liturgiekreis regelmäßig eine Gruppe katholischer und evangelischer Geistlicher und Laien, um die nächsten Gottesdienste vorzubereiten.

Die Stadtgemeinde Johannes XXIII trägt sich finanziell durch einen Förderverein. Sie erhält Ihre Gestalt aus den Ideen und Initiativen ihrer Mitglieder.

Jeder, der mit uns in diesem Sinne beten, singen, diskutieren und tätig sein möchte, ist herzlich willkommen!

Heute – über 40 Jahre nach der Einberufung des Konzils – haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben und begreifen die Zukunft der Kirche als

Volk Gottes auf dem Weg“


Liturgie Ökumene

Was uns eint

Zentrum der Stadtgemeinde ist die wöchentliche Liturgie. Sie versteht sich als konkret gelebte Ökumene. Christliche Liturgie – Dienst an Gott und Menschen – hat bis heute eine Fülle von Formen und Riten hervorgebracht. Wir wollen diese vielfältige Überlieferung in lebendiger Weise bewahren und weiter entwickeln.

Sprache und Gesang spielen dabei eine hervorgehobene Rolle. Wir leben heute in einer Welt der Gottesferne, wir erleben die Zerstörung unserer natürlichen Lebensgrundlagen. Da suchen wir Menschen nach Gottes Spur. Vielen von uns ist jedoch die in der Kindheit erlernte Glaubenssprache fremd geworden, und wir sind auf der Suche nach zeitgemäßen Worten, mit denen die Gute Botschaft von der bedingungslosen Liebe Gottes uns heute anspricht und berührt.

Die biblisch-poetischen Gebete und Lieder des Amsterdamer Dichters und Theologen Huub Oosterhuis geben uns auf unsere Fragen nach Gott keine fertigen Antworten. Stattdessen: Poetische Bilder, Zwischentöne, neue Horizonte im tastenden Suchen nach unserem Gott.

Eine solche Liturgie lebt von der aktiven Beteiligung der Gemeinde. Unsere Musik umfasst neben dem weiten Spektrum der Kirchenliedtradition vor allem die Neuen Liturgischen Gesänge aus Amsterdam. Sie schaffen einen lebendigen Dialog zwischen Chor und Gemeinde.


Predigtreihen Ökumene

Was wir tun

  • Thematische Predigtreihen im Rahmen unserer Gottesdienste; schriftliche Dokumentation der Texte (bisher: CREDO; SAKRAMENTE; VATER UNSER)
  • Teilnahme an ökumenischen Veranstaltungen der Bremer Stadtkirchen
  • Arbeitskreis „Obdachlosenhilfe“ in Zusammenarbeit mit der evangelischen St.Stephani-Gemeinde
  • Zusammenarbeit mit den Bildungswerken der Kirchen und dem Lehrhaus Bremen
  • Veranstaltung der „Bremer Liturgischen Liedtage“ für Chöre, Chorleiter und alle an engagierter Kirchenmusik interessierten, zusammen mit holländischen Musikern aus der „Amsterdamer Studentenekklesia“
  • Wöchentliche Chorarbeit

„Worüber man nicht so leicht sprechen, aber auch nicht schweigen kann, lässt sich in der Liturgie manchmal im gemeinsamen Singen ausdrücken.“(H. Oosterhuis)

In der Liturgie wird die Gemeinde vom Chor angeleitet und musikalisch getragen.

„Ansteckend singen: Feuer fangen – einer am anderen“(H. Oosterhuis)


Der Weg zur Laurentiuskapelle